1. Vorstand
1. VorstandWerner Denk
2. Vorstand
2. VorstandErwin Selwitschka
1. Schriftführer
1. SchriftführerMarkus Tallowitz
2. Schriftführer
2. SchriftführerJohannes Reiß
1. Kassier
1. KassierGerhard Wilhelm
2. Kassier
2. KassierFlorian Schmid

Vereinsgeschichte

Für die junge, am 01.01.1900 gegründete Gemeinde Finsterau war es eine besondere Freude, dass bereits am 06. Juli 1902 beherzte Männer die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Finsterau betrieben, wie aus dem Dienstbuch des Kreisfeuerwehrverbandes Niederbayern hervorgeht. Bis heute eine überaus aktive Gemeinschaft, die mit Stolz auf ihr über hundertjähriges Bestehen zurückblicken kann. Bürgermeiser war damals Franz Gibis aus Heinrichsbrunn, als erster Vorstand und zugleich Hauptmann waltete Johann Eder. Die Sorge und Obhut der Feuerwehr galten zunächst gut 80 Bauernanwesen, Häusler- und Austräglergütl, sowie Holzhauer- und Inwohnersachl nebst einigen Amtgebäuden für den Priester, königlichen Förster und Zolleinnehmer. Sie bargen als Wohn- und Heimstätte um die Jahrhundertwende an die 700 Seelen. Mit wenigen Ausnahmen nur in den Grundfesten auf feuerfesten heimischen Granit gestellt, ansonsten aber bis zum Giebel einschließlich der Innenwände aus Zimmerwerk und Füllböden reichlich aus Holz geschaffen, das nur allzuleicht dem Feuer zum Fraß werden konnte. Ganz abgesehen von den ausgedehnten Waldungen ringsum.
Laut Dienstbuch fand die erste Übung am 05.07.1903 statt, „mit sämtlicher Mannschaft, ohne Spritze.“ Sämtliche Mannschaft setzte sich zusammen aus 6 Steigern, 8 Spritzenmännern, 14 Ordnungsmännern, 4 Schargen, also insgesamt 32 Mann.
Die Nagelprobe ließ kaum ein Jahr auf sich warten. Am 26. Juli 1904 brannte es auf dem Bauernhof des Leopold Fisch in Zwölfhäuser: „14 Mann von 1430 bis 2400 ohne Spritze Dienst gemacht.“ Der erste innergemeindliche Einsatz stand an bei Metzgermeister Franz Wolf im November 1908, gut zwei Jahre später bei Jakob Lengfellner, Bauer in Finsterau. Bei beiden Einsätzen leistete die Ende 1904 angeschaffte Wagenspritze bereits ihre guten Dienste. Offensichtlich hatten weitblickende Männer bereits bei der 1825 für 8 Rechtler in Holzröhren angelegten Dorf-Wasser-Leitung für Finsterau Vorsorge für einen späteren Löschteich getroffen, indem sie Zapfstellen anbrachten.
 Die gesellige Verbindung zu den Nachbarwehren wurde sogleich aufgenommen. Ein noch gut erhaltenes Fahnenband weist die Teilnahme der Finsterauer an der Fahnenweihe in Harsdorf schon für das Jahr 1903 aus.
Die eigene Fahne wurde erst im September des Jahres 1910 geweiht. Patenverein stand die Freiwillige Feuerwehr Mauth, das ehrenvolle Amt der Fahnenmutter bekleidete Maria Moosbauer.
Das 2. Dienstbuch von 1918 zählt bereits 70 Mitglieder. An Geräten waren je 2 Anstell-, Haken- und Dachleitern, eine Wagenspritze mit Handpumpe, 150 m nicht gummierte Schläuche und Sanitätstasche vorhanden. Das vorhandene Schlauchmaterial wurde anlässlich der 1924 in Mauth gehaltenen Inspektion als zu wenig gerügt, der Ausbildungsstand der Wehr dagegen, insbesondere das „Fußexerzieren“, mit sehr gut bewertet. Einen gewaltigen Fortschritt bedeutete die 1929 erstandene Motorspritze mit einer Leistung von 500 Minutenlitern, die heute von den Oldtaimerfreunden Heinrichsbrunn zu Oldtaimertreffen mitgenommen wird. Damit war es technisch möglich, Wasser mit dem notwendigen Druck nach Heinrichsbrunn zu pumpen, wo früher nach alten Erzählungen, bei einem Brand mindestens 5 Häuser abbrandten.
 Beim 25jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe, festlich begangen am 17. August 1930, fungierte die Freiwillige Feuerwehr Fürstenut als Patenverein, Fahnenmutter soll wiederum Maria Moosbauer gewesen sein.
Der Verein wurde straff geführt, bei Nichtbeteiligung an Übungen, die im Jahr zu leisten waren, drohte der Ausschluss. Der aktive Dienst währte bis zum 65. Lebensjahr. In den Kriegsjahren konnten Übungen mangels aktiver Beteiligung von Männern nicht mehr abgehalten werden, so dass schließlich ab 1943 Frauen und Jugendliche herangezogen wurden, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.
 Gelegenheit für ein freudiges Fest bot das Jahr 1952. Ein Doppeljubiläum stand ins Haus: 50jähriges Gründungsfest der Feuerwehr mit Fahnenweihe zusammen mit dem Treffen der Heimatvertriebenen bei der alljährlichen Fürstenhuter Kirchweih. Bei dieser Gelegenheit wurden zwei Gedenktafeln am Kriegerdenkmal enthüllt, für deren Finanzierung die Feuerwehr Sorge getragen hatte. Fahnenmutter war Maria Kellermann.
3 Jahre später erhielt die Feuerwehr auch eine bauliche Heimstatt in Form eines Feuerwehrgerätehauses (heute Raiffeisen-Bank). Knapp zehn Jahre später genügte es schon nicht mehr den Anforderungen, es wurde 1964 abgebrochen. Bis zur Einweihung des neuen, geräumigeren im Jahre 1967 fanden die Gerätschaften Unterstand bei Manfred Lengfellner. Die Kosten betrugen 50 000 DM, der spärliche Zuschuss 4 700 DM. Der hl. Florian, 1971 angebracht, schmückt das Gerätehaus.
Wahrscheinlich gab der Brand auf dem Anwesen Willi Gibis in Heinrichsbrunn-Reuten den Anstoß für die Bestrebungen, für die Wehr ein Löschfahrzeug anzukaufen. Realisiert wurde der Plan ein knappes Jahrzehnt später. Anlässlich des 75 – jährigen Gründungsfestes wurde das nagelneue LF 8, von einer Abordnung aus Ulm geholt und in Zwiesel bestückt, am 25.06.1977 festlich gesegnet. Fahnenmutter war Maria Kellermann. Nach dem Tod von Maria Kellermann war das Ehrenamt der Fahnenmutter für Jahre verwaist, 2001 wurde Petra Kralik neue Fahnenmutter. Zum 100 – jährigen Gründungsfest 2002 am 24. Juni weiht die Feuerwehr, ihr neues Fahrzeug ein LF 8/6 Straßenausführung ein. Die Feuerwehr stellt zur Zeit mit 312 Mitgliedern den zweitstärksten Verein in Finsterau. Die erworbenen Leistungsabzeichen in Bronze, Silber, Vorstufe und Gold in den verschiedenen Stufen, allein 9 mal in Gold/rot zeigen vom hohen Ausbildungstand der Finsterauer Wehr.
Seit 1978 witmet sich die Feuerwehr der Jugendarbeit. Stolz ist die Wehr auf die Erfolge der Jugendlichen bei den verschiedensten Wettbewerben und Wettkämpfen.